Dennoech emoel

Dennoech emoel

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Grabstein © rolf diba

Vo alli Seite
wechst Moos auf mi zue.
Aus mein Umgang
ziecht’s Bekannte si zrück
(freindli manchs, noeh am Wasser).

’s Liecht lockt die
gräene Spinnewejbfinger zsamm
zu Kisse, zu waachi.

Nei mei verloerie Traam
nist si e stilli Gsellschaft
schneckeschlüpfri,
keefergschäfti,
e Nachberschaft
aus dr Zeit in die Zeit.

Blätter, müed
vo die Gschichte im Wind,
lejche si her und richte si ei
auf stilleri Stunde.

Die Staa in dr Näeh
drzöile vom Staab,
der wu si ausbraat, wenn die Luft
oufängt zu schloefe.

Moos wächst auf mi zue,
vo alli Seite,
wechst mi unter si zue.

WILHELM STAUDACHER

(aus „Gejcherejd“ von Wilhelm Staudacher, Verlag van Acken)

 

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